Projektmanagement

Das Besondere und die Standards

Zu den klassischen Merkmalen eines Projekts gehören die Einmaligkeit, das Besondere. In einer begrenzten, meist zu kurzen Zeit soll ein Vorhaben mit begrenzten Mitteln umgesetzt werden. Begrenzungen sind jedoch betriebswirtschaftliche Normalität und kein spezifisches Merkmal von Projekten. Es ist die Besonderheit des Unterfangens, die ein Projekt zum Projekt macht – und die tatsächliche Herausforderung darstellt. Sie stört ein gewohntes Zusammenspiel der Projektdimensionen, die eine Projektleiterin oder ein Projektleiter auszubalancieren hat: Inhalt (Scope), Qualität, Aufwand, Zeit.

Wie reagiert der Markt auf die Herausforderung? Mit Standardisierung. Es wurden künstlich Quasi-Philosophien des Projektmanagements geschaffen, hinter denen sich eine florierende Zertifizierungsindustrie verbirgt. Die Zertifizierung von Projektleitern ist wie die Approbation in der Medizin: Wer dazu gehören will, braucht ein Zertifikat, das sich mit einem hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand erreichen lässt. Der Arzt bzw. die Ärztin macht nach der Approbation eine mehrjährige Facharztausbildung mit erneuter Prüfung, aber Projektleitern vertraut man aufgrund eines Zertifikats? Echte Erfahrungen mit Fehlschlägen und persönlichem Scheitern lehrt uns mehr als alle in einer Schulung zurecht gelegten Erfolge.

Erfolgreiche Projekte

Wenn ein Projekt ein gutes Ergebnis haben soll, dann braucht es – nach meiner Erfahrung nach – dieser Dinge:

  1. Geschäftliche Ziele. Es muss stets klar sein, was das abgeschlossene Projekt für das jeweilige Geschäft am Ende bewirken soll. Dazu muss dieses Geschäft von der Projektleitung in Grundzügen verstanden sein, denn es muss immer wieder neu auf diese Ziele hin geprüft und ausgerichtet werden.
  2. Engagement. Alles am Projekt Beteiligten müssen sich in besonderer Weise für das Projekt und damit für seine Ziele einsetzen. Das gilt für das gesamte Projektteam selbst, für alle unterstützenden Funktionen, für Dienstleister und für das beauftragende Management. Wer Projekt routiniert abwickelt, macht tatsächlich keine Projekte. Das pochende Gefühl der Herausforderung hält die Mitwirkenden wach und lässt sie aus dem Gewohnten herausschauen.
  3. Methoden. Dass ich Zertifikate gering schätze, bedeutet nicht, dass ich nicht um den Wert methodischen Vorgehens weiß, denn die Methoden sind aus Erfahrungen gewachsen. Doch sie müssen zum jeweiligen Projekt und seinen gegebenen Rahmenbedingungen passen! Ein Minimum an Standards ist auch notwendig, wenn ein Projektportfoliomanagement funktionieren soll.
Meine Leistungen

Ich übernehme die Leitung von Projekten in jeder Phase und in jedem Zustand, bei denen es einen ausreichenden Handlungsspielraum gibt. Dazu biete ich die Erfahrung aus einer guten Anzahl längerer und kürzerer Projekte unterschiedlicher Natur und verschiedener Branchen, bei denen ich in verschiedenen Rollen beteiligt war, und aus über 200 Projekten, die ich beruflich begleitet habe. Mein Angebot sind auch meine schlechten Erfahrungen: Man kann nur etwas vermeiden, das man kennt.

Daneben kann ich auch in speziellen Funktionen bei Projekten beraten, zum Beispiel bei der Prozessgestaltung mit dem Ziel eines Projektportfoliomanagements, beim Testmanagement, bei der Anforderungsanalyse und Spezifikation, beim Wissensmanagement oder bei Privacy by Design.